Expressionismus
Klasse 11 · Deutsch · 2:33 Min.
Das Wichtigste
- Der Expressionismus reicht etwa von neunzehnhundertfünf bis neunzehnhundertfünfundzwanzig.
- Er will das innere Erleben ausdrücken, nicht die Wirklichkeit abbilden.
- Seine Themen sind Großstadt, Ich-Zerfall, Weltuntergang und Krieg.
- Typisch sind Reihungsstil und kühne Bilder.
- Nach dem Krieg hoffen viele auf einen neuen Menschen.
Alles zum Nachlesen
Warum klingen Gedichte um neunzehnhundertzehn so laut und zerrissen?
In diesem Video lernst du die Epoche des Expressionismus kennen.
Die Epoche reicht etwa von neunzehnhundertfünf bis neunzehnhundertfünfundzwanzig.
Expressionismus heißt Ausdruck: Kunst zeigt das innere Erleben, statt die Wirklichkeit abzubilden.
Neunzehnhundertfünf gründeten Maler in Dresden die Gruppe Die Brücke.
Dichter veröffentlichten in Zeitschriften wie Der Sturm.
Ein großes Thema ist die Großstadt. In Berlin lebten neunzehnhundertzehn über zwei Millionen Menschen.
Sie wirkt laut und anonym: Der Einzelne ist einsam in der Masse, oft zerfällt sogar das Ich.
Auch Hässliches wird Thema, etwa bei Gottfried Benns Gedichten über das Leichenschauhaus.
Schon vor dem Krieg ahnen viele einen Untergang, etwa Jakob van Hoddis im Gedicht Weltende.
Neunzehnhundertvierzehn beginnt der Erste Weltkrieg. Manche begrüßen ihn, doch bald zeigen Gedichte das Grauen der Front.
Danach hoffen viele auf einen neuen Menschen. Die Sammlung Menschheitsdämmerung bündelt die Gedichte.
Typisch ist der Reihungsstil. Hier drei Zeilen aus Weltende.
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei.
Jede Zeile ist ein eigenes Bild, ohne Verbindung. So wirkt die Welt chaotisch.
Fassen wir zusammen.
Der Expressionismus reicht etwa von neunzehnhundertfünf bis neunzehnhundertfünfundzwanzig und drückt das innere Erleben aus.
Seine Themen sind Großstadt, Ich-Zerfall, Weltuntergang und Krieg.
Typisch sind Reihungsstil und kühne Bilder.
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